Dem Linzer Maler und Namensgeber des Atelierhauses im Dörfl war 2020 nicht nur eine vielbesuchte Ausstellung im NORDICO Stadtmuseum Linz gewidmet. Begleitend dazu ist auch eine umfassende Monografie erschienen – im Handel erhältlich!

Das Werk Egon Hofmanns (1884–1972) steht am Beginn der modernen Malerei in Oberösterreich. Nach seinem Kunststudium in Paris, Stuttgart und Dresden kehrt er 1920 nach Linz zurück. In seinem früh entwickelten Personalstil findet er in den Ölgemälden ein Gleichgewicht zwischen strenger, kühler Komposition und warmer, empfindsamer Farbtemperatur. Als begeisterter Alpinist und Skisportler bringt er zahlreiche Ansichten hochalpiner Regionen hervor. Die Landschaften des Mühlviertels werden in späteren Jahren seine bevorzugten Motive. Als wahrer Kosmopolit bereist er weite Teile der Welt und hält diese Eindrücke in Gemälden und Grafiken, speziell in Holzschnitten, fest.

Ab 1934 übernimmt er die Leitung des Familienunternehmens (Kirchdorfer Zementwerke), bleibt aber bis zu seinem Tod als Künstler hoch aktiv. Das Kunstleben der Stadt Linz war ihm ein großes Anliegen. Der Künstlerbund MAERZ ist eng mit seiner Person verknüpft und mit dem Linzer Atelierhaus Im Dörfl 3 (Egon-Hofmann-Haus), wirkt seine Initiative bis in die Gegenwart.

Die Ausstellung im NORDICO Stadtmuseum Linz war von 24. Jänner bis 8. August 2020 geöffnet.

Zum Buch:
Egon Hofmann-Linz (1884–1972)
NORDICO Stadtmuseum Linz (Hg.)
Andrea Bina, Michaela Nagl
Verlag Anton Pustet, 2020
Mit Texten von Andrea Bina, Berthold Ecker, Margit Greinöcker, Tobias Hagleitner und Michaela Nagl
296 Seiten, ca. 200 farbige Abbildungen
ISBN 978-3-7025-0971-2